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Gerd Wameling
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2008

Gerd Wameling, 1948 in Paderborn geboren, absolvierte seine Schauspielausbildung an der Folkwang-Hochschule in Essen.
Sein erstes Engagement hatte er am Theater am Turm in Frankfurt am Main, wo ihn Peter Stein entdeckte und 1974 nach Berlin an die Schaubühne am Halleschen Ufer holte (ab 1981 Schaubühne am Lehniner Platz). Ihr gehörte er fast 20 Jahre an.
In der Schaubühne fand er ein Theater, das radikal in Ansatz und Anspruch und fern jeder Beiläufigkeit war. Die Inszenierungen hatten Ereignischarakter und erweckten weltweit Interesse. Die Schaubühne wurde zur Pilgerstätte aller Theaterbegeisterten und zum Synonym für ein Ensemble einzigartiger Schauspieler. „Es war eine glückliche Zeit“, wie Gerd Wameling selbst sagt, „und eine reiche Schaffensperiode“.

Seit 1992 arbeitet er frei, u.a. bei den Salzburger Festspielen, und spielte in Berlin in der Bar jeder Vernunft und im Renaissance-Theater. Am Burgtheater Wien kann man ihn immer wieder als Serge in Yasmina Rezas „Kunst“ bewundern.

In Film und Fernsehen war er u.a. in Wim Wenders "In weiter Ferne so nah", Peter Steins "Trilogie des Wiedersehens", in der Krimireihe "Bella Block" oder im Tatort "Tödlicher Galopp" zu sehen. Einem breiten Publikum ist er als Staatsanwalt Dr. Fried aus der Serie "Wolffs Revier" bekannt. Nach Filmen mit vielen namhaften Regisseuren, arbeitete er 2007 erneut mit
Wolfgang Panzer bei dessen Remake von Bernhard Wickis Film „Die Brücke“ zusammen.

Seit 1981 unterrichtet Gerd Wameling am Mozarteum Salzburg und an der Universität der Künste, die ihn 2005 zum ordentlichen Professor an die Fakultät Darstellende Kunst berief.

Regelmäßig inszeniert er mit seinen Studenten öffentliche Aufführungen, die von der Theaterkritik lobend gewürdigt werden, wie zum Beispiel „Unter Aufsicht/Die Zofen“ (Genet), „Was Ihr wollt“ (Shakespeare), „Der Streit“ (Marivaux), „Krach in Chiozza“ (Goldoni), „Stags & Hens“ (Willy Russell) am Mozarteum Salzburg, und „Romeo und Julia“ (Shakespeare) an der UdK.

Nicht zuletzt dieser Umstand bewog die Stiftung, ihn für 2008 zum Juror des Alfred-Kerr-Darstellerpreises zu berufen.