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1991

Von Bernhard Minetti 1991 gewählt für die Titelrolle in „Nora“
(Henrik Ibsen, Deutsches Nationaltheater Weimar, Regie: Leander Haußmann)

Biografisches
Jahrgang 1963. Ausbildung an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ Berlin,
Schauspielerin in Eisenach, Weimar, Berlin (Schiller-Theater), Wien, Bochum, München und bei den Salzburger Festspielen sowie am Deutschen Theater Berlin. Jahrelange enge Zusammenarbeit mit Leander Haußmann.

Prägende Rollen (Auswahl)
Nora (Ibsen), Antigone (Sophokles) Elisabeth (Schiller), Natascha (Tschechow), Katharina, Ariel, Hermia (Shakespeare).


Über Steffi Kühnert

Als Nora in „Nora“ (Henrik Ibsen). Deutsches Nationaltheater Weimar, Regie: Leander Haußmann
Die Nora Steffi Kühnerts ist eine Figur wie aus einer frühen Collage Max Ernsts: ein heftiges Temperament, von großer Nervosität, etwas Panisches in den Augen, den Gesten, den Gängen. Angst erfasst sie körperlich.
Peter Iden, Jahrbuch Theater heute, 1991

Steffi Kühnert vermittelt die Gespanntheit, die künstlich erzeugte Energie der jungen Frau mit begeisterndem Einsatz, ihr Tanz, bis zur physischen Erschöpfung geführt, wird zur lodernden Anklage. Die Getriebenheit, die Künstlichkeit des Geschöpfs wandelt sich dann in eine gelassene Härte, in gemessene Würde.
Christoph Funke, Der Morgen, 16.05.1991

Als Ariel in Shakespeares „Der Sturm“, Berliner Ensemble, Regie: Leander Haußmann
Steffi Kühnert schwebt, fliegt und irrlichtert als Ariel wie ein Seiltänzer durch die Manege. Für die Bodenhaftung des Luftgeistes sorgen die aufgepumpten Gummischläuche, in denen die Schauspielerin steckt wie ein Michelin-Männchen. Sie geben ihren Flugkünsten die Erdenschwere eines Lastwagens. Und es ist, als hätte der Regisseur ihr wie allen Beteiligten eingeschärft:
Nur nicht abheben! Wir machen Musik, wir zaubern wie im Zirkus, aber wir bleiben auf dem Boden des alten Brecht-Theaters,
das seine Mittel immer auch sichtbar macht.
Frank Busch, FAZ, 2003