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2014

VALERY TSCHEPLANOWA wurde von Edith Clever für ihre darstellerische Leistung der "Njurka" in der Aufführung "Zement" von Heiner Müller / Regie von Dimiter Gotscheff gewählt.

Biografisches

Valery Tscheplanowa, geboren 1980 in Russland, studierte zunächst Tanz an der Palucca Schule in Dresden und drei Semester Puppenspiel an der Hochschule für Schauspiel "Ernst Busch" in Berlin, bevor sie dort ihr Schauspielstudium absolvierte.
Von 2006 bis 2009 war sie festes Ensemblemitglied am Deutschen Theater in Berlin. Hier arbeitete sie u.a. mit Dimiter Gotscheff und Jürgen Gosch.
Als Ensemblemitglied des Schauspiels Frankfurt (2009 - 2013) wurde Valery Tscheplanowa im Jahr 2011 als "Maria Stuart" unter der Regie von Michael Thalheimer für den Deutschen Theaterpreis "Der Faust" nominiert.
Mit "Zement" gab sie im Mai 2013 ihr Debut am Münchner Residenztheater.


Auszüge aus der Laudatio von Edith Clever zur Verleihung des Alfred-Kerr-Darstellerpreises 2014

… Das erste Stück, das ich sah, war "Zement" von Heiner Müller in der Inszenierung von Dimiter Gotscheff, eine Bergbesteigung, ein langer und anstrengender Abend, wie sich herausstellte. Aber am nächsten Morgen war ich einverstanden und dachte, ja, Theater darf anstrengen, manchmal muss es anstrengend sein, weil: Es geht um viel. Zu Beginn des Stückes öffnete sich ein Spalt, daraus hervor trat eine Mädchengestalt und sang. Mit immer größerer Kraft. Und später erzählte sie uns, manchmal berichtete sie, manchmal beschwor sie die Geschichte von Prometheus und von Herakles und einem Adler und von dreitausend Jahren und wieder dreitausend Jahren, die vergangen waren und währenddessen stand sie und stellte sich, klar und erfüllt von ihrer Geschichte, plastisch auch mit den Händen malend - und immer die Mundwinkel etwas nach oben. Naiv und kämpferisch, immer klar und leuchtend. Das war Valery Tscheplanowa, und ich war sehr froh. …

… Und nun kommt meine Entscheidung und ich betone noch einmal, dass sie mir schwergefallen ist. Aber wenn ich nach meinem Herzen gehe, gebe ich mit größter Freude den Preis an Valery Tscheplanowa, die mir am ersten Abend so sehr gefallen hat. Schon gleich als sie erschien und die Bühne betrat, hatte sie mich gewonnen. An ihr hat mir alles gefallen. Und ihre klare leuchtende Stirn, ihr fester und doch leichter Schritt, ihr Singen, ihr Temperament, ihr Humor - das alles hat mich bezaubert.
Auch der russische Klang in ihrer Sprache und das mitreißende russische Lied. Alles war so selbstverständlich und mutig.

Ich gratuliere und wünsche von Herzen, dass ihr die helle Ausstrahlung, ihre Ernsthaftigkeit und Freude erhalten bleiben.





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