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1994

Von Käthe Reichel 1994 gewählt
für die Rolle der Julia in „Romeo und Julia“
(William Shakespeare, Staatstheater Düsseldorf, Regie Karin Beier)

Biografisches
Jahrgang 1970. Ausbildung an der Folkwang-Schule Essen. Schauspielerin in Bremen, Düsseldorf, Hannover, Hamburg.

Prägende Rollen (Auswahl)
Anna (Gorki, Nachtasyl), Gräfin Werdenfels (Wedekind), Anne Frank. Viele Rollen im Film und im Fernsehen.


Über Caroline Ebner


Als Julia in „Romeo und Julia“ (William Shakespeare) Staatstheater Düsseldorf, Regie Karin Beier
Während die Jüngeren gerade noch ein bisschen Lüsternheit aufbringen, haben es die Jüngsten schwer, wenn sie die Liebe überfällt. Romeo (Matthias Leja) macht sich gleich mit dem versuchten Cunnilingus an Julia (Caroline Ebner) heran, was diese mit kühler Rhetorik abweist. Beider Triebkräfte haben mit romantischer Innerlichkeit nichts gemein, der Liebe bleibt keine Zeit auf Erden – die Verhältnisse sind einfach nicht so.
Ulrich Schreiber, Magazin zum Theatertreffen Berlin 1994

Als Gräfin Werdenfels in „Der Marquis von Keith“ (Frank Wedekind), Münchner Kammerspiele,
Regie: Peter Kastenmüller

Caroline Ebner als angeheiratete Gräfin Werdenfels, geschminkt wie eine bayrische Geisha, lässt hinter einer dicken Schicht Schminke Luder-Spuren des unverblümten Vorstadtmädels erkennen.
Silvia Stammen, Theater heute, April 2002

Als Anne Frank in „Das Porträt einer Dichterin als junges Mädchen“, Kammerspiele Hamburg, Regie: Ulrich Waller
Anne Frank – die kleine Chronistin des Holocaust, gelesen von Generationen von Schülern. Auch Caroline Ebner hat als Jugendliche mit diesem Mädchen gelitten. Inzwischen ist die Schauspielerin 31 Jahre alt und hat mit Ulrich Waller einen Theaterabend kreiert: „Anne Frank – Das Porträt einer Dichterin als junges Mädchen“. Wie spielt man als 31-Jährige eine
13-Jährige? „Ich versuche, das Junge in mir zu finden“, sagt Caroline Ebner, „Anne Franks Gedanken nachzuvollziehen.“
Es hilft, dass sie das Mädchen mag. Ihre Fantasie und Emotionalität, ihre Tapferkeit und Disziplin. (...) Caroline Ebner stellt die junge Dichterin vor. Die hatte auf die Rückseiten ihres Tagebuchs Prosatexte geschrieben, Fantasiegeschichten, mit denen sie sich aus dem Gefängnis hinausträumte. Von Begegnungen mit Filmstars oder einem Flug nach Amerika, der ganze fünf Tage dauert (...) Humor ist ein wichtiger Aspekt bei Anne Frank, Was bedeutet er der Schauspielerin? „Humor ist ein Grundnahrungsmittel, das wichtigste neben Wasser."
Susann Oberacker, Morgenpost Hamburg, 1. 2. 2002

Caroline Ebner macht den Abend zu einem fesselnden Theatererlebnis und benötigt dazu wenig mehr als ihre Stimme, leise, vorsichtige Bewegungen und ihre beredte Gestik und Mimik.(...) Verschmitzt, kess, leicht arrogant, widerspenstig, eigenwillig und übermütig ist ihre Anne Frank. Und kann im nächsten Moment in tiefe Verzweiflung und Trostlosigkeit stürzen. Sie ist unsicher und zaghaft und gleich darauf neugierig und selbstbewusst. Caroline Ebner versteht im Alleingang alle Gefühlsmomente dieses außergewöhnlichen Mädchencharakters in sensibler Nuancierung lebendig werden zu lassen.
Birgit Schmalmack für www.hamburgtheater.de 2003