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2000

Von Udo Samel 2000 gewählt
für die Rolle der Darja Pawlowna Schatowa in „Dämonen“
(Fjodor Dostojewski, Volksbühne Berlin, Regie Frank Castorf)

Biografisches
Jahrgang 1970. Von 1987 bis 1992 von mehreren Schauspielschulen nach Vorsprechen abgelehnt, Ausbildung beim Theaterverein 1990 Berlin, 1993 erster Gastvertrag bei Frank Castorf an der Volksbühne Berlin, danach festes Engagement an der Volksbühne Berlin.

Wichtige Rollen (Auswahl)
in den Castorf-Inszenierungen von Hauptmanns „Die Weber“, Sartres „Schmutzige Hände“, Shakespeares „Heinrich VI.“,
Castorf/Williams‘ „Endstation Amerika“ und „Forever Young“, Dostojewskis „Erniedrigte und Beleidigte“ und „Dämonen“,
Bulgakows „Der Meister und Margarita“
Zahlreiche Rollen in Filmen, Hörbücher, musikalische Interpretationen.
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Über Kathrin Angerer

Als Alexandra del Lago in „Forever Young“ (Frank Castorf nach Tennessee Williams) Volksbühne Berlin,
Regie: Frank Castorf

Auch Lolitas altern. Zwar sehen sie dann immer noch nicht wie Norma Desmond aus und auch nicht unbedingt wie Tennessee Williams alternde Diva Alexandra del Lago in diesem leicht verblichenen Südstaatendrama von 1959. Aber schließlich heißt der Abend, von dem die Rede ist, auch gar nicht „Süßer Vogel Jugend“, sondern handelt nur davon. Auf der Bühne wird Castorf-like „frei nach“ gespielt. Nur dass die alternde Filmdiva im vorliegenden Fall wie Kathrin Angerer aussieht, die irrlichternde Kindfrau unzähliger Castorf-Inszenierungen, macht Sinn. Natürlich ist sie viel zu jung. Trotzdem sieht das Alter in ihrem jungen Gesicht bedrohlich aus. Vielleicht auch, weil man den Vogel Jugend im Augenblick seines Davonfliegens beobachten kann.
Esther Slevogt. taz Berlin, 2003

Als Mitglied im Ensemble bei „Dämonen“ (Fjodor Dostojewski) Volksbühne Berlin, Regie: Frank Castorf
Diese unwiderstehlichen Castorfschen Schauspieler, die ganz sie selbst sind und sich gelegentlich auch mal elegant ihre Rolle überwerfen. Vertraute Menschen. Sie sind ratlos und unglücklich, wandeln auch mal über Wasser, plumpsen ausgiebig allein oder zu zweit in ein überraschend tiefes Wasserloch im flachen Pool, sie begehren sich, hassen sich und reden und reden.
Ulrike Kahle, Magazin zum Berliner Theatertreffen, 2000