Steffi Kühnert  |  Torsten Ranft  |  Daniel Morgenroth  |  Caroline Ebner  |  Johanna Wokalek  |  Kathrin Angerer  |  August Diehl
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2001

Von Walter Schmidinger 2001 gewählt
für die Rolle des Konstantin Gawrilowitsch Trepljow in „Die Möwe“
(Anton Tschechow, Burgtheater Wien, Regie: Luc Bondy)

Biografisches
Jahrgang 1976. Ausbildung an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ Berlin, Schauspieler in Hamburg, Berlin, Dortmund, Wien.

Prägende Rollen
Kostja (Tschechow), Polyneikes (Sophokles), Sigismund (Calderon), Robin (Sarah Kane), Roberto Zucco (Koltès),
Don Karlos (Schiller). Zahlreiche Rollen in Filmen (unter anderem: “Kalt ist der Abendhauch“ mit Fritzi Haberlandt).


Über August Diehl

Als Konstantin Gawrilowitsch Trepljow in „Die Möwe“ (Anton Tschechow) Burgtheater Wien, Regie: Luc Bondy

...man ist bekehrt, bezaubert, und weiß, das ist Theater, wie es tiefer, bewegender nicht sein kann. Und alles geht uns an, was sie denken, was sie tun, da auf der Bühne, die Arkadina ebenso wie Konstantin, und alles ist von heute. Theaterglück. Konstantin, wie er vor Eifer glühend den erhabenen Unsinn seines Stücks mitspricht...
Ulrike Kahle, Magazin Theatertreffen Berlin 2001

Als Don Karlos in „Don Karlos“ (Friedrich Schiller) Deutsches Schauspielhaus Hamburg, Regie: Laurent Chétouane
Allerdings wäre Chétouanes Rechnung ohne zwei Ausnahmespieler nicht aufgegangen. August Diehl, der so ausdrucksstarke wie überzeugende Kronprinz Karlos, und Devid Striesows rationaler Posa beherrschen beide die Kunst, Bewegung in die minimalistische Statik des Spiels zu bringen durch die Verfertigung von Gedanken beim Reden und durch Gefühlstöne jenseits von hohlem Pathos.
Klaus Witzeling, Hamburger Abendblatt, 8. 3. 2004

Aus einem Interview über die Rolle des Jeff in dem Film „Love The Hand Way“:
Jeff ist eine Rolle, die offen anfängt und offen aufhört. Seine Person wird nicht groß eingeführt. Entweder der Zuschauer akzeptiert sie oder nicht. Das war gerade das Reizvolle für mich. Wenn man große Rollen hat, dann kann man zwar sehr stark darstellen, aber es besteht die Gefahr, dass die Figur an Geheimnis verliert. Bei Hauptrollen kontrolliere ich mich ständig selber und frage mich: agierst du noch natürlich, lässt du der Figur ihr Geheimnis? Mit Jeff konnte ich mich ausleben, weil ich wusste, es sind vier, fünf Szenen, die können ruhig extrem sein und fast ins Künstliche gehen.
Dirk Jasper, FilmstartLexikon, 2003