Steffi Kühnert  |  Torsten Ranft  |  Daniel Morgenroth  |  Caroline Ebner  |  Johanna Wokalek  |  Kathrin Angerer  |  August Diehl
Bettina Stucky  |  Fritzi Haberlandt  |  Devid Striesow  |  Wiebke Puls  |  Felix Goeser  |  Julischka Eichel  |  Niklas Kohrt
Kathleen Morgeneyer  |  Paul Herwig  |  Lina Beckmann  |  Fabian Hinrichs  |  Julia Häusermann  |  Valery Tscheplanowa
 
 



2002

Von Elisabeth Trissenaar 2002 gewählt
für die Rolle der Natalja in „Drei Schwestern“
(Anton Tschechow, Schauspielhaus Zürich, Regie: Stefan Pucher) und die Rolle im Ensemble von „Die schöne Müllerin“
(Wilhelm Müller/Franz Schubert, Schauspielhaus Zürich, Regie: Christoph Marthaler)

Biografisches
Jahrgang 1969. Ausbildung an der Berner Schauspielschule.
Schauspielerin in Berlin, Kassel, Jena, Wuppertal, Basel, Berlin, Zürich.

Prägende Rollen
Warja, Natalja (Tschechow), Protagonistin in Marthaler-Inszenierungen: „Hotel Angst“, „Synchron“, „Das goldene Zeitalter“.


Über Bettina Stucky

Als Natalja in „Drei Schwestern“ (Anton Tschechow) Schauspielhaus Zürich, Regie: Stefan Pucher
Sie ist die unschuldige Naive im Blümchenkleid als Natalja in Puchers „Drei Schwestern“, mit dieser naturbelassenen Süße im Gesicht, diesem sogenannten Schmelz, der in Schwarzweißfilmen so wunderbar mit winzigen Lichteffekten betont werden konnte. Sie muss sich mit ihrer ganzen Leibeskraft und –präsenz durch die sperrigen Türen zwängen, mit denen sich die sieche, feine Philosophiergesellschaft von eher am Überleben als am Untergehen interessierten Geschöpfen, wie Natalja eines ist, abgeschottet hat. Doch spätestens als sie mit ihrem unbrauchbaren, teiggesichtigen Andrej zu einem schnulzigen Liebesmusical anhebt, so unfassbar lieblich, rein, rundum gottgefällig und gesund, dass es einfach nicht wahr sein kann, beginnt man Monströses zu ahnen. Und siehe da, das Biest entfaltet sich allmählich, wird zur geschmacklosen, dafür umso selbstbewusster in Satin und Perlen gepackten Kurvenschönheit, zur veritablen Bitch der maroden Gutsbesitzerszene, egoistisch, raffgierig, sexy...
Simone Meier in „Theater heute“, Juni 2002

Als Darstellerin in „Die schöne Müllerin“ (Wilhelm Müller/Franz Schubert) Schauspielhaus Zürich,
Regie: Christoph Marthaler

Sehnsucht war das Motto hinter all Ihren Aktionen, aber Lyrismen haben Sie sich nicht gestattet. Hätten die Marx-Brothers Schwestern, Sie wären an diesem Abend eine gewesen...
Aus der Laudatio von Elisabeth Trissenaar zur Verleihung des Alfred-Kerr-Darstellerpreises